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Root number
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513540 |
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Semester
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FS2026 |
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Type of course
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Exercise |
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Allocation to subject
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History |
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Type of exam
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not defined |
| Title |
Die Schweiz und die KSZE 1969–1994 |
| Description |
Die Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) war ein Produkt der sogenannten Entspannungspolitik im Kalten Krieg, als sich nach einer Phase der Konfrontation in den späten 1960er und 1970er Jahren ein Fenster des Dialogs zwischen Ost und West eröffnete. Mit der Unterzeichnung der KSZE-Schlussakte in Helsinki legten die europäischen Staaten 1975 gemeinsam mit der UdSSR, den USA und Kanada in mühevoller diplomatischer Kleinarbeit gemeinsame Grundsätze in den Bereichen Sicherheit, wirtschaftliche Zusammenarbeit und Menschenrechte fest. Die KSZE war das erste multilaterale Forum politischer Natur, in welchem sich die Schweiz von Beginn an als Vollmitglied engagierte. Im Verbund mit den übrigen neutralen und blockfreien Staaten Europas spielte sie eine wichtige Rolle als Brückenbauerin zwischen den Machtblöcken und setzte bei der friedlichen Streitbeilegung, der Informationsfreiheit sowie im Menschenrechtsbereich auch eigene Akzente. Die KSZE blieb mit den Folgekonferenzen von Belgrad, Madrid und Wien als gesamteuropäisches Forum bestehen und markierte mit dem Pariser Gipfeltreffen 1990 das Ende des Kalten Krieges.
Die Forschungsstelle Dodis veröffentlicht jeweils bei Ablauf der Schutzfrist eine Auswahl der zentralsten Akten zur Geschichte der internationalen Beziehungen der Schweiz und macht diese auf der Plattform dodis.ch frei zugänglich. Diese Selektion von Dokumenten setzt stabile Eckpfeiler zu den wichtigsten Ereignissen und Entwicklungen der schweizerischen Aussenpolitik und fungiert gleichzeitig als Wegweiser zur weiteren Erforschung der hunderten von Laufmetern an jetzt frei zugänglichen Archivakten. In diesem Rahmen hat Dodis auch die Rolle der Schweiz in der KSZE während des Kalten Krieges und in den Folgejahren systematisch aufgearbeitet.
Der Kurs ist stark auf die praktische Erfahrung bei der Archivforschung ausgelegt und entsprechend arbeitsintensiv.
Die Teilnahme an dem Kurs erfordert ein Motivationsschreiben mit einer kurzen Beschreibung der gewählten Studiengänge und Schwerpunkte sowie über die Motivation an der Arbeit mit historischen Quellen und möglichen Forschungsprojekten bei der beabsichtigten Archivforschung erläutern.
Falls eine Qualifikationsarbeit angestrebt wird, die in Verbindung mit der Archivforschung im Schweizerischen Bundesarchiv steht, sollte diese ebenfalls kurz skizziert werden. Das Motivationsschreiben soll bis am 5. Januar 2026 an sacha.zala@unibe.ch gesandt werden.
Vorbereitende Literatur
• Philip Rosin, Die Schweiz im KSZE-Prozeß 1972-1983 Einfluß durch Neutralität, Oldenbourg 2013.
• Thomas Fischer, Die Grenzen der Neutralität. Schweizerisches KSZE-Engagement und gescheiterte UNO-Beitrittspolitik im Kalten Krieg, 1969–1986, Zürich 2004.
• Rolf Stücheli, Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/017350/2009-10-27/. |
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ILIAS-Link (Learning resource for course)
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Registrations are transmitted from CTS to ILIAS (no admission in ILIAS possible).
ILIAS
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Link to another web site
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| Lecturers |
Prof. Dr.
Sacha Zala, Institute of History, Swiss History ✉
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ECTS
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5 |
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Recognition as optional course possible
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Yes |
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Grading
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1 to 6 |
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| Dates |
Wednesday 18/2/2026 10:15-12:00
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Wednesday 25/2/2026 10:15-12:00
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Wednesday 4/3/2026 09:30-17:30
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Wednesday 1/4/2026 10:15-12:00
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Wednesday 20/5/2026 09:30-17:30
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| Rooms |
Seminarraum F -103, Hörraumgebäude Unitobler
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| Students please consult the detailed view for complete information on dates, rooms and planned podcasts. |